Mein Teddy

Vor kurzem geriet mit wieder mal mein alter Teddy in die Hände. Der Teddy, der mich durch meine Kindheit begleitete. An einigen Stellen ist der Stoff abgeschabt und er hat Flecken, die nie mehr weggehen. Würde ich ihn in einem Spielwarengeschäft ins Regal stellen, sähe er neben den nagelneuen Teddys richtig schäbig aus. So einen lumpigen Bären würde sicher niemand kaufen – ausser mir selbst! Auch wenn dieser Teddy der hässlichste im ganzen Regal wäre – ich wäre bereit mehr für ihn zu bezahlen, als für alle anderen Teddy zusammen. Weil es eben mein Teddy ist. Für mich ist er voller Erinnerungen. Ich habe ihn überallhin mitgeschleppt: In den Wald, an den Bach und sicher auch ins Baumhaus. Und als ich traurig war hat mich dieser Teddy getröstet und kein anderer. Das gibt diesem Teddy einen Wert, den man nicht mit Gold und Silber aufwiegen kann.

Jetzt, wo ich erwachsen bin, hilft mir dieser Teddy, Gottes Liebe zu verstehen. Gottes Liebe zu mir hängt auch nicht von meinem Äusseren, meinem Erfolg oder der neuen Frisur, die mir der Coiffeur gemacht hat, ab. Gottes Liebe hat keine Bedingungen. Es ist eine Liebe, die mich trotz meiner Fehler und Misserfolge annimmt wie ich bin. Und die göttliche Liebe geht sogar noch einen Schritt weiter als meine Liebe zu meinem Teddy. Die Liebe Gottes macht etwas mit mir. Als von Gott Geliebter bleibe ich nicht so wie ich bin. Gott will mich verändern. Er will die Flecken reinigen und die kaputten Stellen reparieren. Was ich meinem Teddy nicht bieten kann, das kann Gott. Er macht etwas Neues aus mir. Und das gilt für alle Menschen. Die Frage ist nicht, ob Gottes Liebe uns verändern kann? Das kann sie sicher. Die Frage ist, ob wir diese Liebe annehmen wollen, und ob wir bereit sind für die Veränderung, die Gott in uns wirken will?

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Zum Thema:

“Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.”

2. Korinther 5.17

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Etwas, das wirkt!

Als ich nach einer Erkältung eine Entzündung in den Stirnhöhlen hatte, kaufte ich mir ein Medikament. Es war schön verpackt. Auf der Schachtel war ein wunderbares Bild aufgedruckt, das anschaulich zeigte, wie die hübschen grünen Tabletten meine Nase freiräumen würden. Grafisch ansprechend gestaltet – nur gewirkt hat’s nicht. Meine Entzündung wurde schlimmer. Vom Arzt bekam ich daraufhin eine Schachtel in die Hand gedrückt, die sicher nie einen Preis für ihre grafische Gestaltung bekommt: Kein Bild, keine schönen Farben, nur ein holpriger Name und einige schwer verständliche Ausdrücke. Die Tabletten waren ganz unscheinbare, weisse Knollen – aber sie wirkten! Nach wenigen Tagen war meine Leidenszeit vorbei und ich konnte wieder durchatmen.

Mit der Botschaft der Bibel geht es mir manchmal ähnlich wie mit diesem Medikament. Sie ist mir zu wenig modern und meistens kommt sie auch nicht schön verpackt daher. Sie passt einfach nicht ins Design unserer Zeit. Aber wie bei einem Medikament zählt am Schluss nicht die Verpackung, sondern die Wirkung. Die Botschaft der Bibel hat Kraft, die ich immer wieder ganz praktisch erlebe. Für den Fall, dass Sie diese Botschaft noch nie gehört haben, hier die Zusammenfassung aus dem dritten Kapitel des Johannesevangeliums: “Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.” Vielleicht ist diese schnörkellose Botschaft nicht elegant genug um damit den Literaturnobelpreis zu gewinnen – aber ich habe erlebt, dass sie wirkt!

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Willkommen im Himmel!

Schön, dass Sie da sind! Endlich! Der irdische Kampf ist vorbei und alle Schwierigkeiten liegen hinter uns. Von nun an keine Schmerzen mehr, kein Leiden, keine Trauer und keinen Tod – schön wärs!

Im Moment sind wir noch hier. Aber wie stellen Sie sich den Himmel vor? Was braucht es, damit Sie ewig zufrieden sein könnten? Ein schönes Haus mit Blick aufs Sternenmeer? Eine goldene Strasse und ein schweres Motorrad, das Lichtgeschwindigkeit fährt? Oder ein endloses Dessertbuffet mit himmlischen Süssigkeiten?

Wie ist das in dem Himmel, den Sie sich vorstellen – würde es auffallen, wenn Jesus nicht anwesend wäre? Wären Sie in ihrem kleinen Paradies auch ohne Gott ganz zufrieden? Ich bin erschrocken, als ich merkte, dass ich diese Frage mit “JA” beantworten müsste. Mit meiner Vorstellung bin ich himmelweit davon entfernt, was dem himmlischen Vater wichtig ist. Gott sehnt sich nicht danach unsere kleinkarierten Wünsche zu erfüllen. Er interessiert sich für uns! Gott will mit uns Menschen die Ewigkeit verbringen. Die goldenen Strassen, die in der Bibel beschrieben werden, sind nicht die Hauptsache. Es geht ums Hochzeitsfest! Diese Megaparty, die in der Offenbarung des Johannes beschrieben ist, ist ein Bild für die die Vereinigung und das zusammen Sein von Gott und Mensch. Diese Tatsache hat mein Leben erschüttert und neu ausgerichtet. Die Beziehung zu Gott ist nicht ein Bonus zum Ticket in den Himmel – sie ist der Himmel! Mit Gott zu reden, auf ihn zu hören und Zeit mit ihm zu verbringen ist wichtiger als alles. Es ist das einzige, das in dieser und in der zukünftigen Welt wirklich zählt.

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nach einer Inspiration von John Piper

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200 Erben

In der nordfranzösischen Stadt Dieppe starb vor zwei Jahren Jeannine Vromant. Weil sie keine Familie und keine Kinder hatte, entschloss sie sich ihr Vermögen von 280′000 Euro an Menschen zu verschenken, die nett zu ihr waren. In ihrem Testament notierte sie in krakeliger Handschrift die Namen von 200 Personen und beauftragte ihren Notar damit, das Geld nach ihrem Tod zu verteilen. Zu den Erben gehörten Busfahrer, Briefträger, Apotheker, Verkäuferinnen und die Praxisassistentin vom Hausarzt. Wer jetzt über diese Frau mit ihren 200 Erben staunt, wird über die folgende Nachricht erst recht verblüfft sein. Ich weiss von jemandem, der Millionen von Erben in seinem Testament eingesetzt hat. Das Testament ist das neue Testament der Bibel und derjenige, der dort so grosszügig vererbt, ist der himmlische Vater höchstpersönlich. Wie komme ich zu dieser Erbschaft? Gott gibt jedem Menschen die Möglichkeit, durch eine Begegnung mit seinem Sohn Jesus Christus ein Kind von ihm zu werden. Wer dieses Angebot annimmt, wird in die himmlischen Listen der Erben eingetragen. Paulus beschreibt es im Römerbrief so: “Alle, die sich von Gottes Geist leiten lassen sind seine Söhne und Töchter. … Wenn wir aber Kinder sind, sind wir auch Erben – Erben Gottes und Miterben mit Christus.” Ist das nicht eine grossartige Botschaft und Grund genug mit Freude das Leben anzupacken?

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Bild: sybex.de

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Was soll der Stab in Moses Hand?

Moses entdeckt mitten in der Wüste einen brennenden Dornbusch. Als er sich die Sache aus der Nähe anschaut hört er Gottes Stimme aus dem Busch zu ihm reden. Moses erhält den Auftrag, die Israeliten aus der Sklaverei in Aegypten zu befreien. In der Mitte des Gesprächs stellt Gott eine eigenartige Frage: “Was hast du da in deiner Hand?” – ” Einen Stab”, antwortete Mose. (2. Mose 4.2). Warum taucht an dieser Stelle plötzlich ein Stab auf? Ich sehe drei Möglichkeiten:

1. Der Stab ist eine Art magisches Accessoire. So etwas wie der Zauberstab, den Gandalf bei “Der Herr der Ringe” schwingt. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird Moses diesen Stab in Schlangen und wieder zurück verwandeln. Er wird Wasser zu Blut werden lassen, Steckmücken schaffen, den Jordan teilen und Wind und Hagel beschwören.

2. Moses hatte den Stab dabei, weil er gerade am Tiere hüten war. Wer mit Tieren umgeht braucht einen Stock. Nicht zum Schlagen, sondern zum Leiten. Mit leichtem Druck zeigt der Hirte den Weg. Mit dem Schlagen auf harten Untergrund macht der Hirte ein Geräusch, das den Tieren Präsenz und Geborgenheit signalisiert. Und wenn ein Tier krank ist, braucht der gute Hirte seinen Stab um das betreffende Schaf aus der Herde abzusondern und besonders zu pflegen. Der Stab von Moses ist demnach ein Hirtenstab und Symbol für seine Aufgabe als “Hirte Israels”.

3. Moses hatte den Stab dabei, weil er ihn als Stütze brauchte. Mit seinen 80 Jahren war er nicht mehr so gut zu Fuss wie damals, als er unter Mordanklage in die Wüste rannte. Die Frage nach dem Stab stellt Gott nachdem Moses ihm sagte, dass er sich für den grossen Auftrag zu unfähig fühle. Der Stab ist das Zeichen für Moses Schwäche, seine Gebrechlichkeit. Dass Moses mit seiner Krücke die grössten Wunder vollbrachte ist Inspiration für Paulus, der Jahrhunderte später folgenden Satz prägt: “Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!” (2. Korinther 12.9)

Was trifft zu? 1,2 oder 3?

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Geld verbrannt

Diesen Februar ist ein Snowboarder aus München im österreichischen Skigebiet Kaltenbach-Hochzillertal in eine ganz blöde Situation geraten. Weil er sich die letzte Abfahrt nicht mehr zutraute, stieg er wieder auf den Sessellift um ins Tal hinunter zu gondeln. Dabei entging seiner Aufmerksamkeit, dass der Lift kurz vor Betriebsschluss stand. Schon nach einigen hundert Metern war die Fahrt zu Ende und der 22jährige Mann blieb in luftiger Höhe stecken. Das Liftpersonal sah ihn nicht und machte sich auf den Heimweg. So sass er da – ganz alleine und verlassen. Es wurde Nacht und seine Chancen auf Rettung sanken. Nach langen sechs Stunden tauchte endlich ein Pistenfahrzeug auf. Um auf sich aufmerksam zu machen fing der junge Mann an Banknoten zu verbrennen. Der Fahrer sah zum Glück dieses kostspielige Feuerzeichen und konnte die Rettung einleiten. Der Snowboarder wurde unterkühlt ins Spital gebracht und überlebte dieses Abenteuer. Wäre er nicht bereit gewesen sein Geld zu verbrennen,  wäre er wohl auf seinem Sessel erfroren.

Es ist nicht nur in solchen Extremsituationen von Vorteil, wenn man nicht zu stark am Geld hängt. Geld und Besitz sind vergänglich. Manchmal lohnt es sich, das Vergängliche loszulassen um etwas Grösseres zu gewinnen. Die Bibel spricht davon, dass man sich den Frieden mit Gott mit keinem Geld der Welt kaufen kann. Jesus selbst bringt das auf den Punkt, wenn er sagt: “Was hilft es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber Schaden nimmt an seiner Seele?”

Im Februar vo däm Jahr isch e Snowboarder vo Münche im österichische Skigebiet Kaltebach-Hochzillertal in e ganz blödi Situation cho. Wiu ers sich am Abe nümme zuetrout het uf dr Pischte abezfahre, isch er wieder uf e Sässelilift gstige u het eso wöue aberitte. Er het ja nid chönne wüsse, dass me dä Lift scho churzi Zit schpäter abgschteut het – wües Betribsschluss gsi isch. So isch er scho nach es paar hundert Meter i luftiger Höchi blibe stecke. Ds Liftpersonal het ne nid gseh. Drum hei die Lüt ihri Sache packt und si hei gange. Dä 22jährig Ma isch ganz alleini u verlasse uf sim chalte Sässeli hocke blibe. Es isch Nacht worde, ohni e Chance uf Rettig. 6 Stung speter isch de endlech es Pistefahrzüg uftoucht. Für uf sich ufmerksam zmache het dä jung Ma agfange Banknote z’ verbrenne. Dr Fahrer het das Füürzeiche zum Glück gseh u d Rettig chönne ileite. Dr Snowboarder isch total Ungerchüelt ids Spital bracht worde – er het überläbt. Wenn er nid parat gsi wär, sis Gäld z’ verbrönne, de wär er äuä uf sim Sässeli verfrore. Es isch nid nume i so Extremsituatione vo Vorteil, we me nid z fescht am Geld hanget. Ds Gäld u dr Bsitz si vergänglech. Mengisch mues me öppis chliners ufgäh, für öppis grössers z’gwinne. Scho Bible redt drvo, dass me dr Fride mit Gott mit nüt i dere Wäut cha choufe. Jesus het das uf e Punkt bracht, wenn er seit: „Was hilfts eme Mönsch, wenn er die ganzi Welt gwinnt, u drbi Schade nimmt a sinere Seeu.“

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Morgarten in der Bibel

Auf den Sieg über die Habsburger in der Schlacht am Morgarten sind die meisten Schweizer stolz. Die in der Bibel beschriebenen Schlachten hingegen werden oft als blutrünstig und widerlich angesehen. Dabei gibt es zwischen der Schlacht am Morgarten und zum Beispiel der Deborahschlacht etliche Parallelen.

Morgarten: Die Innerschweizer wurden von den Machtansprüchen der Habsburger in die Enge getrieben.

Deborahschlacht: Die Isrealiten wurden 20 Jahre lang vom Kanaaniterkönig Jabin unterdrückt. Die Knechtschaft war derart stark, dass sich die Israeliten nicht mehr getrauten auf offener Strasse zu reisen. Sie bewegten sich nur noch auf versteckten Wildwegen.

Morgarten: Um die widerspenstigen Innerschweizer zu disziplinieren rückte Herzog Leopold am 14. November 1315 mitten in der Nacht von Zug her am Äegerisee vorbei um heimlich ins Innerschweizer Kernland einzudringen. Leopold erschien mit 2000 gut bewaffneten Rittern und einer grossen Horde von Fussvolk. Eine militärische Übermacht, gegen die die Innerschweizer auf offenem Feld verloren gewesen wären.

Deborahschlacht: Die Isrealiten sammelten sich bewaffnet auf dem Berg Tabor. Um diesen Aufstand im Keim zu ersticken, eilte der Feldherr Sisera mit seinen 600 Streitwagen und etlichem Fussvolk dorthin. Leichtfertig wählte er den kürzesten Weg am Fluss Kishon entlang. Er rechnete wohl nicht mit ernstzunehmendem Widerstand der Israeliten.

Morgarten: Die militärisch unterlegenen Innerschweizer nutzten die günstige Situation und die Vorteile des Geländes. An der engsten Stelle, wo die habsburgischen Ritter zwischen Felsen und See kaum Platz zum reagieren hatten, starteten sie einen Überraschungsangriff. Baumstämme wurden von oben in die Reiterei gerollt und die Pferde mit faustgrossen Steinen scheu gemacht. Im entstandenen Chaos gerieten die Innerschweizer in einen Tötungsrausch. Der Chronist Konrad Justinger beschrieb das so: “da war nicht eine schlacht, sondern wegen der angeführten ursachen sozusagen nur ein schlachten des volkes herzogs Lüpolds durch jene bergleute, wie einer zur schlachtbank geführten herde. Niemanden verschonten sie noch auch bemühten sie sich zu fangen, sondern sie schlugen alle tot ohne unterschied.”

Deborahschlacht: Als das anrückende Heer Siseras zwischen dem Berg Tabor und dem Fluss Kishon eingeklemmt war, nutzte die isralitische Feldherrin Deborah die Chance und blies zum Angriff. Die Kanaaniter hatten keinen Platz und keine Zeit um sich in Schlachtordnung aufzustellen. Im offenbar sumfpigen Gelände war der Vorteil der eisernen Streitwagen dahin. Und wie die Innerschweizer kannten auch die Israeliten keine Gnade mit ihren Gegnern: “Sämtliche Krieger von Sisera wurden getötet; kein einziger blieb am Leben.” ist in Richter 4.16 notiert.

Morgarten: Herzog Leopold konnte sich aus dem Getümmel retten.  Habsburg verliert aber den Einfluss über die Innerschweizer.

Deborahschlacht: Der Feldherr Sisera konnte als einziger fliehen. In einer Gewaltsanstrenung gelang es ihm zu Fuss zu entkommen. Ermattet suchte er Schutz im Zelt von Jaël und fiel sofort in einen tiefen Schlaf. Jaël, die offenbar alleine zu Hause war, nahm, was ihr in die Hände fiel, um sich gegen den Eindringling zu wehren.  Sie erschlug Sisera mit Zeltpflock und Hammer.  Darauf war auch für die Israeliten die Zeit der Unterdrückung vorbei. Es folgten 40 Jahre Frieden.

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Bibelquiz

Karte

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Bilder: www.sybex.de

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Königspython

In der westafrikanischen Savanne geht die Sonne unter. Der Himmel verfärbt sich in Gelb- und Rottöne. Für viele Tiere bedeutet das der Beginn der Abendruhe. Sie suchen sich einen Ort zum Schlafen und kuscheln sich dort ein. Anders macht’s die Königspython. In der Dämmerung erwacht sie und kriecht lautlos aus ihrem Versteck hervor. Sie macht Jagd auf kleine Säugetiere oder Vögel. Um ihre Beute zu finden, hat sie eine ausgezeichnete Nachtsichtausrüstung. Sie nimmt den Geruch von ihrer Abendmahlzeit durch züngeln und spezielle Riechorgane im Gaumen wahr. So kommt sie zur doppelten Geruchsinformation und kann sich sogar ein dreidimensionales Geruchsbild von ihrer Umgebung machen. Königspythons haben keine Aussenohren und können kaum Geräusche durch die Luft aufnehmen. Aber dafür haben sie ein inneres Hörorgan, das mit ihren Unterkiefern verbunden ist. Wenn die Schlange nun ihren Kopf auf den Boden legt, dann kann sie die leisen Schritte einer Maus hören und sogar bestimmen aus welcher Richtung sie kommen. Dazu kommt noch, dass Königspythons ein Organ haben, um Wärmestrahlung aufzunehmen. Sie kann Wärmeunterschiede von nur 0.02°C wahrnehmen und findet so zielsicher ihre nichts ahnende Beute selbst in völliger Dunkelheit. Mit einer so genialen Nachtsichtausrüstung braucht die Königspython sicher nicht lange Hunger zu haben! Auch wenn ein Feind auftaucht, merkt das die Python meist schon sehr früh und macht sich rechtzeitig aus dem Staub. Sollte sie trotzdem mal überrascht und angegriffen werden, hat sie eine besondere Verteidigungstaktik. Sie rollt sich blitzschnell zu einem Ball zusammen und versteckt ihren Kopf in der Mitte. So sind ihre wichtigsten Organe geschützt und sie hat die grösste Überlebenschance. Wegen diesem Verhalten wird diese Schlange oft auch Ballpython genannt.
Von der Verteidigungstaktik der Python können wir etwas lernen: Das Wichtigste muss geschützt werden!
Im biblischen Buch der Sprüche steht es so geschrieben: „Was ich dir jetzt rate, ist wichtiger als alles andere: Achte auf deine Gedanken und Gefühle, denn sie beeinflussen dein ganzes Leben!“ (Sprüche 4,23). Wie oft sind wir damit beschäftigt uns um unser Aussenleben zu kümmern. Wir wollen eine gute Frisur, schöne Kleider und möglichst keine Pickel! Dieses Äussere hat aber nur einen kleinen Einfluss darauf, ob mein Leben gelingt oder nicht. Anders ist es mit dem Inneren. Meine Gedanken und Gefühle sind viel entscheidender! Das ist das Zentrum, das Wichtigste um das ich mich am meisten kümmern sollte.
Wie sieht das praktisch aus? Ich glaube daran, dass der Teufel daran interessiert ist, unser Leben zu verderben. Am einfachsten gelingt ihm das, wenn er uns schlechte Gedanken über uns selbst einflüstert. „Du kannst das nicht!“, „Du bist wertlos!“, „Niemand mag dich!“, sind solche Sprüche. Wenn ich darauf höre, kann ich nur mutlos werden – oder? Wichtig ist, dass ich solche Gedanken erkenne und mich dagegen schütze. Das geht am Besten so, dass ich diese Lügen mit der Wahrheit blosstelle und unschädlich mache. Hier sind ein paar solcher biblische Schutzschilder:  Markus 9.23: „alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ oder Psalm 139.14: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin!“ Oder Jeremia 31.3: „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“

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Bild: Wikimedia.commons.org/ WingedWolfPsion

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Das Licht der Welt

In der Bibel steht ein Vers, der mich immer wieder zum Nachdenken bringt. Jesus sagt dort über seine Leute: “Ihr seid das Licht der Welt!” (Matthäus 5.14) Wenn ich meinen Alltag anschaue, frage ich mich, wo denn genau ich so ein Licht bin und wie dieses Licht überhaupt aussieht. Ein starker Scheinwerfer bin ich sicher nicht, vielleicht eine kleine Taschenlampe.

In der Zeitung habe ich eine Meldung gelesen, die mir neuen Mut gemacht hat. Da ist ein Autofahrer in der stockdunklen Nacht nach Madiswil gefahren. Das ist ein kleines Dorf im Emmental. Der Fahrer schätzte eine Abzweigung falsch ein und landete mitten auf den Bahngeleisen. Das Auto blieb auf den Schienen stecken: Eine gefährliche Situation!  Sein Beifahrer hat aber richtig reagiert. Im nächsten Bauernhaus lieh er sich eine Taschenlampe aus und rannte dem Zug entgegen, der von Huttwil her zu erwarten war. So warnte er den Lokführer rechtzeitig. Dieser konnte bremsen und krachte nicht in das blockierte Auto hinein. Mit einem kleinen Licht wurde so ein grosses Unglück verhindert. Ich glaube, dass das auch für mein Leben gilt. Bei Gott muss ich kein Megascheinwerfer sein – er kann auch mein kleines Licht brauchen, um diesen Tag ein wenig heller zu machen.

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Bild: www.sybex.de

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