Wüstenwanderung

Was für Gepäck würdest du auf eine Wüstenwanderung mitnehmen?

Ich würde sicher genügend Wasser und Vorräte zum Essen einpacken. Dazu Sonnencrème, Sonnenhut und gute Schuhe. Und wenn eine längere Wanderung geplant wäre, sicher noch ein Navigationsgerät und ein Satellitentelefon. So könnte ich im Notfall einen Rettungshelikopter rufen.

In der Bibel wird eine Reise durch die Wüste geschildert. Es ist die Geschichte vom Volk Israel. Sie wurden von Gott aus dem Sklavendienst in Aegypten befreit und machten sich darauf auf den Weg zurück in ihre Heimat – mitten durch die Wüste!

Die Leute waren zu Fuss unterwegs und haben nur das Nötigste mitgenommen. Die Zeit habe nicht gereicht um ordentlich zu packen, berichtet die Bibel. Manche nahmen rohen Teig mit, weil die Zeit zum Backen zu knapp war.

So unvorbereitet und blauäugig wie das Volk Israel hat wohl noch nie jemand eine 40-jährige Wüstenwanderung begonnen. Dass die Leute in der Wüste nicht alle verhungert sind, ist nicht das Resultat von guten Vorbereitungen, sondern ein Wunder, das Gott an ihnen wirkte.

Gott sorgte für diese befreiten Sklaven in der Wüste. Es ist beschrieben wie während der Wanderung jeden Tag ein spezielles Korn vor das Zeltlager geweht wurde. Dank diesem “Manna” hatten sie trotz ihrer stümperhaften Vorbereitungen genügend zu essen.

Die Wüstenwanderung der Israeliten ist ein Bild für unser Unterwegssein. Was damals wichtig war, hat auch für unser Leben Bedeutung:

Es kommt im Leben nicht nur auf eine gute Vorbereitung an!

Für die vielen Überraschungen, die uns auf unserer Lebensreise immer wieder erwarten, haben wir sowieso nie richtig gepackt.

Wichtiger als unsere Vorbereitungen ist die Hilfe von Gott. Er zeigt uns den Ausweg, wenn wir uns, eigensinnig wie wir sind, wieder einmal verirrt haben. Und wenn wir müde sind, gibt er uns neue Kraft und trägt uns durch.

Mit einem solchen Gottvertrauen kann ich gelassen durch den Tag gehen und werde weniger schnell nervös, wenn etwas nicht nach meinen Vorstellungen läuft.

Probiers aus! Lege die Situationen in denen du dich unsicher oder schlecht vorbereitet fühlst bewusst in Gottes Hand. Er wird dir weiterhelfen – sogar dann, wenn du mitten in der Wüste bist.

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Bild: Paola Frogheri

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Ring an der Karotte

Wie ein verlorener Ehering durch eine Karotte wundersam gefunden wurde – und was das mit Gott zu tun hat.

Lena Paahlson ist eine verheiratete Frau, die in Schweden lebt. Während der Weihnachtsvorbereitungen im Jahr 1995 verlor sie ihren Ehering. Sie zog ihn zum Kochen aus und plötzlich war er weg. Auch nach langer Suche blieb der Ring unauffindbar. Ihr Ring war einzigartig. Sie hatte ihn selber entworfen und beim Goldschmid von Hand machen lassen. Darum war sie über den Verlust besonders traurig.

Sie gab die Hoffnung, ihren Ring zu finden, nie ganz auf. Als ein paar Jahre später die Küche renoviert wurde, liess sie den Boden besonders sorgfältig herausreissen. Sie hoffte, ihr Ring würde zum Vorschein kommen. Aber – nix gewesen.

Erst nach 16 Jahren passierte das Erstaunliche. Bei der Karottenernte funkelte etwas im Sonnenlicht. Der vermisste Ehering steckte an einer Karotte, die Lena Paahlson aus dem Boden zog. Wahrscheinlich geriet der Ring mit dem Kompost in den Garten und es dauerte 16 Jahre, bis eine Karotte genau durch den Ring wuchs und ihn so wieder an die Oberfläche brachte.

Dieses Erlebnis von Lena Paahlson erinnerte mich an ein Gleichnis von Jesus aus dem 15ten Kapitel des Lukasevangeliums. Dort erzählt Jesus von einer Frau, die eine von zehn Münzen verliert, und so lange danach sucht, bis sie sie wieder gefunden hat. Im Gleichnis steht die Frau für Gott und die Münze für Menschen, die ohne Gott leben. Wenn ein Mensch verloren geht, gibt Gott die Hoffnung, dass er ihn wieder findet, nie auf.

Um verlorene Menschen wieder zu finden hat Gott ein noch viel erstaunlicheres Wunder getan, als diese Karottengeschichte aus Schweden. Es ist das Wunder der Auferstehung von Jesus. Jesus starb für unser Verlorensein. Er wurde wegen unserer Schuld und unseren Fehlern getötet. Gott erweckte seinen Sohn von den Toten zum Leben und eröffnete so für alle Menschen eine neue Lebensmöglichkeit. Er machte für uns ein Leben in der Gemeinschaft des himmlischen Vaters möglich – oder um beim Bild vom Ring und der Karotte zu bleiben: Ein Leben an der Hand vom richtigen Besitzer, dem der uns als Ring einzigartig gemacht hat. Er hat die Hoffnung nie aufgegeben, dass er uns eines Tages wieder findet.

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Bild: sybex.de

 

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Der richtige Schlüssel

Haben Sie schon einmal versucht, ein Auto mit der Abo-Karte des Fitnesscenters zu öffnen?

Ich bin Mitglied einer Autogenossenschaft, bei der man das Fahrzeug nach dem Reservieren mit einer Chipkarte öffnet. Diese Karte hält man ans Lesegerät bei der Windschutzscheibe – und schon öffnen sich die Türen.

Letztens wollte ich wieder einmal so ein Auto benutzen. Ich hielt die Plastikkarte vors Lesegerät – aber nichts passierte. Die Türen blieben verschlossen.

Ich brauchte einen Moment um herauszufinden wo der Fehler lag: Ich hatte die falsche Karte in der Hand. Statt der Karte der Autogenossenschaft hielt ich meine Abo-Karte vom Fitnesscenter ans Lesegerät. Auch wenn sie die selbe Form und Grösse haben – erst als ich die richtige Karte aus dem Portemonnaie gefischt hatte, öffneten sich die Türen und ich konnte losfahren.

Dass ich versuchte ein Auto mit der Abo-Karte vom Fitnesscenter zu öffnen, ist ja nicht weiter schlimm. Aber es gibt wichtigere Dinge im Leben, wos darauf ankommt, den richtigen Schlüssel in die Hand zu nehmen.

Für eine gute Beziehung zum Nächsten zum Beispiel ist die Rechthaberei ein falscher Schlüssel. Der richtige Schlüssel, der mir hilft Beziehungen zu pflegen, heisst Liebe und Vergebung. Oder wenn ich versuche mit Habgier und einer Menge Geld zufrieden zu werden, sind das auch die falschen Schlüssel. Die richtigen Schlüssel für ein zufriedenes Leben heissen Bescheidenheit und Gelassenheit.

Und wie ist das mit der Himmelstür – dem Zugang zu Gott? Welcher Schlüssel passt da?

Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen.“ Johannes 14.6

Der richtige Schlüssel um zu Gott zu kommen ist eine Person: Jesus Christus. Die Beziehung zu ihm macht den Weg zu Gott frei. Jesus öffnet uns die Augen für die Wahrheit und mit ihm zusammen finden wir das erfüllende Leben.

Aus diesem Grund achte ich darauf, dass ich neben Schlüssel und Chipkarten immer auch noch Jesus dabei habe. Wenn ich mit ihm unterwegs bin, öffnet er die Türen, die für mich wichtig sind. Und am Schluss dann auch noch die zum Himmel!

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Café-Latte mit Gratis?

Für einen guten Kaffee muss ich bezahlen. Gottes Segen hingegen ist gratis!

Vor kurzem war ich in einer Kaffee-Bar, in der man den Kaffee an der Kasse bestellt, bezahlt und nach ein paar Momenten selber mit an den Platz nimmt.

Ich habe meine Bestellung aufgegeben. Nach jedem Wort hat die Frau hinter der Kasse einen Knopf gedrückt und mit einem “PIPS” wurde der Betrag auf dem Display der Kasse angezeigt: Caffé-Latte ”PIPS”, gross ”PIPS”, dazu ein Brownie ”PIPS!”

Als ich mit meiner Bestellung fertig war, schaute mich die Frau ganz freundlich an und fragte mit einem Lächeln, ob ich noch einen Extra-Schuss Espresso wünsche. “So nett”, dachte ich mir, “sicher ein Geschenk des Hauses, weil ich so ein guter Kunde bin!”

Ich ging auf diese grosszügige Geste ein und sagte fröhlich: “Ja, gern!” - ”PIPS”, hats gemacht. Nichts von Geschenk, auch der freundlich angekündigte Extra-Schuss Espresso landete auf meiner Rechnung.

Ist dir so etwas auch schon passiert? Du hast geglaubt, dass dir jemand ein grosszügiges Geschenk macht, aber im Nachhinein wurde dir dann doch die Rechnung präsentiert. Erzähl davon in den Kommentaren!

“Es gibt nichts gratis”, sagt man. Bei allem Schönen und Guten macht es irgendwann dann doch plötzlich ”PIPS!”

Dieses Gefühl habe ich manchmal, wenn ich einen Gottesdienst besuche. Ich höre dort in einer Predigt, dass Gott die Liebe in Person sei und dass er es gut mit uns Menschen meine. Aber ich kann diese Nachricht gar nicht richtig aufnehmen, weil ich innerlich schon auf das ”PIPS” warte; den Ton, der mir die Rechnung für all diesen Segen präsentiert.

Dabei ist der himmlische Vater der einzige, der uns Menschen wirklich ohne Hintergedanken beschenkt. Da kommt keine Rechnung hinterher.

Gott verschenkt seine Liebe ohne Bedingungen. Wir können jederzeit zu ihm kommen und ihm in einem Gebet unsere Wünsche und Anliegen mitteilen – ohne “PIPS”!

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Bild: flickr.com/THEfunkyman

 

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Retter macht sich dreckig!

Um ein Leben zu retten, muss man sich manchmal schmutzig machen – Genau das machte Jesus für uns Menschen!

Am 23. Januar 2012 um sieben Uhr früh klingelte das Telefon bei der Feuerwehr in Frutigen. Ein Bauer vom Hofuri, einem Ort oberhalb von Frutigen, war am Apparat. Eines seiner Kälber ist in die Jauchegrube gefallen und er konnte es nicht selber retten. Vier Feuerwehrmänner sind ausgerückt um dem armen Tier zu helfen. Sie versuchten das Kalb mit Gurten so zu umfangen, dass sie es mit einem Traktor aus dem stinkigen und gefährlichen Loch herausheben konnten. Um die Gurten am Kalb zu befestigen mussten zwei der Feuerwehrmänner zum Kalb in die Grube hinuntersteigen. Weil es in einer Jauchegrube gefährliches Methangas hat, zogen sie sich die Atemschutzmasken über. So konnten sie das Kalb retten. Dabei haben sich die Retter aber derart dreckig gemacht, dass sie sich nachher mehr als einmal duschen mussten.

Sich dreckig machen um Leben zu retten – das ist genau das, was Jesus für uns Menschen gemacht hat. Im zwölften Kapitel des Briefs des Apostel Paulus an die Christen in Philippi ist das genauer beschrieben: Jesus ist vom perfekten Himmel zu uns unperfekten Menschen gekommen; mitten in unsere Fehler, unser Versagen und unseren Dreck. Wegen seinem Sterben am Kreuz wurde er von den Leuten verachtet. Mit seinem Tod hat er aber gleichzeitig die ganze Last von unserer Schuld auf sich genommen.

Jesus hat sich für uns dreckig gemacht, damit wir gerettet und sauber werden! Wie wird diese Rettung für mich wirksam? Es reicht, wenn ich Jesus darum bitte. Ich sage ihm in einem einfachen Gebet in welchem Dreck ich stecke. Dann bitte ich ihn, dass er mich da rausholt und wieder sauber macht. Ich habe erlebt, dass das funktioniert – und du kannst sicher sein: Für Jesus ist kein Loch zu dreckig oder zu gefährlich. Er nimmt alles auf sich, um dich aus dem Dreck zu ziehen!

 

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Bildrechte: Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung des Kommandanten der Feuerwehr Frutigen.

Passender Bibeltext:

Obwohl er in göttlicher Gestalt war, hielt er nicht selbstsüchtig daran fest, Gott gleich zu sein. Nein, er verzichtete darauf und wurde einem Sklaven gleich: Er nahm menschliche Gestalt an und wurde wie jeder andere Mensch geboren. Er erniedrigte sich selbst und war Gott gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum schändlichen Tod am Kreuz. Philipper 2.6-8

 

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