Psalm 23, Vers 2

„Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser“ (Psalm 23.2)

Ich habe erlebt, wie Gott mich auf eine weisse Aue und zu grünem Wasser geführt hat. Beides waren Ferienerlebnisse:

Die weisse Aue war ein frisch verschneiter Abhang am Brunnersberg. Mit Lastwagenschläuchen und Plastiksäcken tollten wir einen ganzen Nachmittag im Neuschnee herum. Nach einer arbeitsreichen Zeit, war genoss ich es, auszuspannen und einfach nur Spass zu haben.

Das grüne Wasser fand ich an der Atlantikküste in der Nähe von Arcachon. Wir gingen Nachts im warmen Ozean baden. Über uns der klare Sternenhimmel. Plötzlich begann das Wasser durch unsere Schwimmbewegungen hellgrün zu leuchten. Die Wassertropfen, die über unsere Haut kullerten, wurden zu Lichtkügelchen. Wir waren auf Leuchtalgen gestossen. Pflanzen, die natürliches Licht produzieren. Wunderschön – Ein unvergessliches Naturerlebnis.

Die heutige Botschaft aus dem Psalm 23 an dich ist: Schau dich um! Geniesse was Gott dir in der Schöpfung geschenkt hat! Sei glücklich und entpannt! Und sag mal Danke dafür…

Hier ein Gedanke nur für Reiche:

Du fühlst dich also reich. Hast genügend Geld für einen angenehmen Lebenstil und dazu noch einiges auf der hohen Kante. Wenn das so ist, dann weisst du genau, dass dein Besitz alleine dich nicht glücklich macht. Einem Armen kannst du das gar nicht erklären, er würde dich nicht verstehen; aber als Reicher weisst du ganz genau, was ich meine – oder?

Für dich habe ich einen Text in der Bibel gefunden. Eine Botschaft vom Apostel Paulus an Timotheus. Nimm es an als weisen Rat.

„Den Reichen musst du unbedingt einschärfen, sich nichts auf ihren irdischen Besitz einzubilden oder sich auf so etwas Unsicheres wie den Reichtum zu verlassen. Sie sollen vielmehr auf Gott hoffen, der uns mit allem reich beschenkt, damit wir es geniessen können. Sie sollen Gutes tun und gern von ihrem Reichtum abgeben, um anderen zu helfen. So werden sie wirklich reich sein und sich ein gutes Fundament für die Zukunft schaffen, um das wahre Leben zu gewinnen.“ (1. Timotheus 6.17-19)

Eine der Lieblingsgeschichten meiner Schwester ist die, von dem kleinen Mädchen am Strand. Die Flut spülte tausende von Seesternen an Land, die nun langsam austrocknen und sterben. Das kleine Mädchen hebt einen Stern auf und wirft ihn ins Meer. Darauf wieder einen, und noch einen… Da kommt ein Mann auf das Mädchen zu und sagt: „Kleines, das hat doch keinen Sinn! Es macht keinen Unterschied, ob du von diesen tausenden ein paar einzelne rettest.“ Darauf nimmt das Mädchen einen einzelnen Stern in die Hand und sagt: „Ok, aber für diesen Stern hier macht es einen grossen Unterschied!“ Und sie wirft ihn wieder zurück ins Meer.

Was für ein Mensch bist du?

Einer, der die riesige Not in der Welt sieht und sich mit den Worten abwendet: „Da kann ich eh nichts helfen…“

Oder einer, der die einzelne Person mit ihren Bedürfnissen wahrnimmt und das tut was in den eigenen Möglichkeiten steht.

Jesus sagte einmal: „Geben ist seliger als nehmen.“ (Apostelgeschichte 20.35)

Damit ist zum Thema Finanzen eigenlich alles gesagt. Präziser kann man es nicht mehr ausdrücken. Man kann höchstens noch fragen, was denn die positiven Auswirkungen des Gebens sind?

Eine die für mich wichtig ist, ist die Freiheit. Als Lohnbezüger ist das Erhalten von Geld immer mit einem Vertrag verbunden. Ich erhalte etwas, weil ich mehr oder weniger hart dafür gearbeitet habe. Die Münzen in meinem Portemonnaie sind nur deswegen da, weil sie mir jemand anderes gegeben hat. Nehmen macht abhängig.

Beim Geben ist das anders. Da bin ich total frei. Ich bin mein eigener Chef, Verwalter und Topmanager. Niemand kann mir dreinreden und die Entscheidung wann, wo und wieviel ich gebe liegt alleine bei mir. Geben macht frei.

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Hier gehts zur Übersicht über den Psalm 23

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Bild: Joachim S. Müller

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