8: Geld und Besitz

Ein Mann in einer dunklen Maske betritt den Schalterraum der Bank. Er fuchtelt mit einer Waffe in der Luft herum und schreit: „Geld her, oder ich schiesse!“ Dieses Schreckensszenario ist für die betroffenen Bankangestellten fürchterlich. Angstzustände und schwere innere Krisen können die Opfer noch jahrelang begleiten.

Anders ist es, wenn ich im Supermarkt eine Tüte Süsses mitlaufen lasse. Der Frau an der Kasse tut das nicht weh. Und in der Jahresabrechnung der Ladenkette wird der fehlende Betrag auch nicht auffallen. Warum also sollte so ein kleiner Diebstahl ein Problem sein? Angenommen niemand kommt zu schaden, weshalb sollte stehlen falsch sein?

Stehlen macht arm!

Wer stiehlt fügt jemand anderem Schaden zu. Das ist die eine Seite des Problems. Die andere Seite ist der Herzenszustand des Diebes. Es ist ein Herz, das sich benachteiligt fühlt. Das zu kurz gekommen ist. Das den unersättlichen Hunger nach mehr hat. Habgier ist die häufigste Motivation zum Stehlen. Und wer der Habgier verfallen ist, kommt ihr so schnell nicht wieder los. Sie wird nie genug bekommen. Wer stiehlt gerät in den Teufelskreis der dauerhaften Unzufriedenheit. Je mehr du stiehlst desto mehr wirst du haben müssen. Je mehr du hast, desto mehr wird dir noch fehlen. Je mehr du unrechtmässig besitzst, desto ärmer wirst du dich fühlen!

Die Wahrheit übers Geld

„Denn mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der Herr Zebaoth.“ So stehts beim Propheten Haggai (2.8). Jeder Besitz, den ein Mensch in seinem Erdenleben anhäufen kann, ist eine Leihgabe. Über das Geld in deinem Portemonnaie verfügst du nur vorübergehend. Und mit deinem letzten Atemzug verlierst du trotz e-banking account mit PIN und Codeliste die Kontrolle über dein Bankkonto. Dein Geld ist nicht wirklich dein Geld!

Eigentlich geht es uns gar nicht ums Geld. Wir wollen die Dinge, die wir uns mit dem Geld kaufen können. Eine schöne Wohnung, ein starkes Auto und ein gediegenes Abendessen. Und wenn wir noch eine Schicht tiefer graben, dann geht es uns eigentlich auch nicht um die Dinge, die wir mt dem Geld kaufen können. Wir suchen Anerkennung, Sicherheit, Freude, Gelassenheit, Liebe, Ruhe, Abenteuer und das Gefühl von Bedeutung.

Oder um es in eine einfache Gleichung zu bringen: Ich will Geld – damit ich meinen Schatz zum eleganten Abendessen einladen kann – damit ich ein Küsschen kriege!

Diese Gleichung ist gleich doppelt krank. Wenn ich das Küsschen nur wegen dem teuren Essen kriege, dann bin ich selbst nichts wert und das Küsschen noch weniger.

Wie gehe ich mit Geld um?

1. Nimm deine Verantwortung wahr! Teile dein Geld so ein, dass du deine Verpflichtungen wahrnehmen kannst. Verbrauche kein Geld, das du nicht hast. Und investiere dort, wo du mit ruhigem Gewissen „Ja“ sagen kannst.

2. Bescheidenheit! Durchschaue den Glanz des Reichtums und hänge dein Herz nicht daran. Geniesse dein Leben, aber lass dich nicht von der Konsumsucht beherrschen.

3. Grosszügigkeit! Tue Gutes und freue dich daran. So wie es Paulus in 2. Korinther 9.7 schreibt: „So soll jeder für sich selbst entscheiden, wie viel er geben will, und zwar freiwillig und nicht aus Pflichtgefühl. Denn Gott liebt den, der fröhlich gibt.“

Stehlen macht lächerlich!

Das ist nicht immer so offensichtlich wie bei jener älteren Dame, die mit einer dicken Pelzmütze auf dem Kopf in der Schlange vor der Supermarktkasse steht. Plötzlich verdreht sie ihre Augen und fällt in Ohnmacht. Die Pelzmütze fliegt vom Kopf und ein tiefgefrorenes Poulet kullert über den Ladenboden. Sie hatte es unter der Mütze versteckt um es an der Kasse vorbeizuschmuggeln. Das kühle Diebesgut erzeugte einen Kältestau unter der Pelzmütze, der zur Ohnmacht führte.

Weitere Beispiele gibts hier, und hier sogar auf Video.

Gott sorgt!

Jesus war als Wanderprediger mit seinen Jüngern unterwegs. Sie stellen Fragen wie: „Was werden wir essen, wenn wir mit dir unterwegs sind?“ oder „Werden wir auf den Wanderungen genügend zu trinken dabei haben?“ Verständliche Fragen. Die Antwort von Jesus macht alles klar: „Seht euch die Raben an! Sie säen nichts und ernten nichts, sie haben keine Vorratskammern und keine Scheunen; aber Gott versorgt sie doch. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid?“ Lukas 12.24

Damit meinte Jesus nicht, dass er jetzt das Hungerproblem aus der Welt geschafft hat. Aber er sagt, dass die Sorgen um Essen und Trinken nicht unser Leben bestimmen sollen. Menschsein ist mehr, als ums tägliche Brot bangen zu müssen. Gott sorgt für genügend Nahrung für alle Menschen. Und er gibt uns sogar noch den Tipp, dass wir es gerecht verteilen sollen.

Diese Worte gelten aber auch für die Menschen, die genügend zu Essen haben. Vielleicht machst du dir Sorgen, ob dein Lohn bis zum Monatsende reicht? Oder ob du die anstehenden Rechnungen bezahlen kannst? Versuchs doch mal mit dem Tipp von Jesus: Vertraue Gott, er sorgt für dich!

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