Weihnachten – nicht besinnlich

Die Idee, dass die Weihnachtszeit ruhig und besinnlich sein soll, finde ich nett, aber sie trifft den Kern der Weihnachtsbotschaft nicht. Im Johannesevangelium ist das Weihnachtsgeschehen mit folgenden Worten umrissen: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“ (Johannes 1.14) Mit dem Wort ist Gott gemeint. Und in Jesus ist Gott Mensch geworden. Er liess seinen Worten Taten folgen. Weihachten bedeutet, dass den Worten von Liebe, Erbarmen, Frieden, Hoffnung und Licht auch Taten folgen.

Darum keine Sorge, wenn Weihnachten heuer nicht besinnlich ist. Viel wichtiger ist, dass du dem Wort erlaubst Fleisch zu werden. Heute, hier und jetzt. Zum Beispiel dass du etwas tust um Frieden in deinem Beziehungen zu erleben. Sag dem Egoismus tschüss und umarme dieser Tage die Selbstlosigkeit. Oder dass du dir ernsthaft überlegst, wie du nächstes Jahr monatlich mit deinem Geld jemandem helfen kannst. Lass die Almosen und engagiere dich nach deinen Möglichkeiten regelmässig um die Not zu lindern. Oder dass du eine offene Tür für deine fremdsprachigen Nachbarn hast. Lass die Kaltschnäuzigkeit und geh mal drüben klingeln.

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