Verletzte Taube rettet 194 Menschen

„Cher Ami“ war eine Brieftaube, die im ersten Weltkrieg von amerikanischen Truppen eingesetzt wurde. Am 4. Oktober 1918 wird sie während der Schlacht um Verdun von der verlorenen und eingekesselten 77sten Infanterie Division mit folgender Nachricht losgeschickt: „Wir sind bei der Strasse parallel zu 276.4. Unsere eigene Artillerie zielt mit ihrem Sperrfeuer direkt auf uns. Um Himmels Willen hört damit auf!“

Als „Cher Ami“ zum Himmel aufsteigt entdecken sie die Gegner und schiessen auf sie. Die eingekesselten Soldaten beobachten wie „Cher Ami“ getroffen wird und schnell an Höhe verliert. Sie rappelt sich aber wieder auf und erreicht dann doch in nur 25 Minuten das 40 Kilometer entfernte Ziel. Die Nachricht kommt an und 194 Soldaten werden gerettet.

Cher_Ami„Cher Ami“ wurde an der Brust schwer verletzt und verlor ein Bein. Weil sie mit ihrer Nachricht so viele Leben rettete, erhielt sie die beste medizinische Hilfe und überlebte noch ein paar Monate bevor sie dann doch an ihren Verletzungen starb.

Das Bild zeigt „Cher Ami“ präpariert und ausgestellt im Smithsonian National Museum of American History, Washington DC.

Die Geschichte von „Cher Ami“ hat mich an einen Bibeltext erinnert: „Durch seine Wunden sind wir heil“ aus Jesaja 53.5. Jesaja meinte mit seinem Text den kommenden Retter, den Messias.

Von Jesus selber finden wir im Johannesevangelium, Kapitel 15 folgenden Satz: „Niemand liebt seine Freunde mehr als der, der sein Leben für sie hergibt.“ Übrigens, „Cher Ami“ ist französisch und heisst übersetzt „lieber Freund“.
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