Hat der Mond ein eigenes Licht?

Im Schöpfungsbericht der Bibel steht: „Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne.“ 1. Mose 1.16

Nach allem, was wir wissen, hat der Mond kein eigenes Licht (höchstens hie und da ein Schimmer unbekannten Ursprungs). Was wir an Licht vom Mond her sehen ist reflektiertes Sonnenlicht.

Obwohl nicht ganz korrekt, glauben doch die allermeisten Christen verschiedener Kirchen, dass auch dieser Bibelvers von Gott inspiriert. Selbst die Autoren der konservativen Chicagoer Erklärung gehen davon aus, dass Inspiration nicht bedeutet, dass Gott den Autor überspringt. Gott diktiert nicht einfach, sondern der Autor ist mit seiner Biografie und seinem Weltbild mit in den Prozess der Inspiration hineingenommen. So zum Beispiel auch an dieser Stelle, dass Gott seine Botschaft durch einen Menschen aufschreiben lässt, der offensichtlich kein Spezialist in Astronomie ist.

Damit meine ich aber nicht, dass wir aus unserer Warte die Bibel in Gottes-Wort und Menschen-Wort aufteilen können. Ich glaube, dass es letztlich ein Geheimnis bleibt auf welche Art die Bibel 100% Gottes-Wort und gleichzeitig 100% Menschen-Wort sein kann. Tatsache ist, dass biblische Autoren zuerst einmal ganz normale Menschen sind, die auf besondere Weise von Gottes Geist erweckt wurden. Vielleicht könnte man es als ein „zur Welt kommen“ Gottes beschreiben. Er kommt hinein in die Lebenswelt der Autoren und Autorinnen der Bibel. Er ist sich nicht zu schade durch den Hirten Amos oder die junge Frau Maria zu reden. Ich sehe darin sogar eine besondere Wertschätzung gegenüber diesen Menschen. Dass bei Gott auch die eine Stimme haben, die sonst nicht gehört werden.

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Bild: Pixabay, lizenzfrei

 

 

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