Ring an der Karotte

May 11, 2012 in News, Tiere und Natur

Wie ein verlorener Ehering durch eine Karotte wundersam gefunden wurde – und was das mit Gott zu tun hat.

Lena Paahlson ist eine verheiratete Frau, die in Schweden lebt. Während der Weihnachtsvorbereitungen im Jahr 1995 verlor sie ihren Ehering. Sie zog ihn zum Kochen aus und plötzlich war er weg. Auch nach langer Suche blieb der Ring unauffindbar. Ihr Ring war einzigartig. Sie hatte ihn selber entworfen und beim Goldschmid von Hand machen lassen. Darum war sie über den Verlust besonders traurig.

Sie gab die Hoffnung, ihren Ring zu finden, nie ganz auf. Als ein paar Jahre später die Küche renoviert wurde, liess sie den Boden besonders sorgfältig herausreissen. Sie hoffte, ihr Ring würde zum Vorschein kommen. Aber – nix gewesen.

Erst nach 16 Jahren passierte das Erstaunliche. Bei der Karottenernte funkelte etwas im Sonnenlicht. Der vermisste Ehering steckte an einer Karotte, die Lena Paahlson aus dem Boden zog. Wahrscheinlich geriet der Ring mit dem Kompost in den Garten und es dauerte 16 Jahre, bis eine Karotte genau durch den Ring wuchs und ihn so wieder an die Oberfläche brachte.

Dieses Erlebnis von Lena Paahlson erinnerte mich an ein Gleichnis von Jesus aus dem 15ten Kapitel des Lukasevangeliums. Dort erzählt Jesus von einer Frau, die eine von zehn Münzen verliert, und so lange danach sucht, bis sie sie wieder gefunden hat. Im Gleichnis steht die Frau für Gott und die Münze für Menschen, die ohne Gott leben. Wenn ein Mensch verloren geht, gibt Gott die Hoffnung, dass er ihn wieder findet, nie auf.

Um verlorene Menschen wieder zu finden hat Gott ein noch viel erstaunlicheres Wunder getan, als diese Karottengeschichte aus Schweden. Es ist das Wunder der Auferstehung von Jesus. Jesus starb für unser Verlorensein. Er wurde wegen unserer Schuld und unseren Fehlern getötet. Gott erweckte seinen Sohn von den Toten zum Leben und eröffnete so für alle Menschen eine neue Lebensmöglichkeit. Er machte für uns ein Leben in der Gemeinschaft des himmlischen Vaters möglich – oder um beim Bild vom Ring und der Karotte zu bleiben: Ein Leben an der Hand vom richtigen Besitzer, dem der uns als Ring einzigartig gemacht hat. Er hat die Hoffnung nie aufgegeben, dass er uns eines Tages wieder findet.

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Bild: sybex.de

 

Retter macht sich dreckig!

March 21, 2012 in Aktuell:, News

Um ein Leben zu retten, muss man sich manchmal schmutzig machen – Genau das machte Jesus für uns Menschen!

Am 23. Januar 2012 um sieben Uhr früh klingelte das Telefon bei der Feuerwehr in Frutigen. Ein Bauer vom Hofuri, einem Ort oberhalb von Frutigen, war am Apparat. Eines seiner Kälber ist in die Jauchegrube gefallen und er konnte es nicht selber retten. Vier Feuerwehrmänner sind ausgerückt um dem armen Tier zu helfen. Sie versuchten das Kalb mit Gurten so zu umfangen, dass sie es mit einem Traktor aus dem stinkigen und gefährlichen Loch herausheben konnten. Um die Gurten am Kalb zu befestigen mussten zwei der Feuerwehrmänner zum Kalb in die Grube hinuntersteigen. Weil es in einer Jauchegrube gefährliches Methangas hat, zogen sie sich die Atemschutzmasken über. So konnten sie das Kalb retten. Dabei haben sich die Retter aber derart dreckig gemacht, dass sie sich nachher mehr als einmal duschen mussten.

Sich dreckig machen um Leben zu retten – das ist genau das, was Jesus für uns Menschen gemacht hat. Im zwölften Kapitel des Briefs des Apostel Paulus an die Christen in Philippi ist das genauer beschrieben: Jesus ist vom perfekten Himmel zu uns unperfekten Menschen gekommen; mitten in unsere Fehler, unser Versagen und unseren Dreck. Wegen seinem Sterben am Kreuz wurde er von den Leuten verachtet. Mit seinem Tod hat er aber gleichzeitig die ganze Last von unserer Schuld auf sich genommen.

Jesus hat sich für uns dreckig gemacht, damit wir gerettet und sauber werden! Wie wird diese Rettung für mich wirksam? Es reicht, wenn ich Jesus darum bitte. Ich sage ihm in einem einfachen Gebet in welchem Dreck ich stecke. Dann bitte ich ihn, dass er mich da rausholt und wieder sauber macht. Ich habe erlebt, dass das funktioniert – und du kannst sicher sein: Für Jesus ist kein Loch zu dreckig oder zu gefährlich. Er nimmt alles auf sich, um dich aus dem Dreck zu ziehen!

 

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Bildrechte: Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung des Kommandanten der Feuerwehr Frutigen.

Passender Bibeltext:

Obwohl er in göttlicher Gestalt war, hielt er nicht selbstsüchtig daran fest, Gott gleich zu sein. Nein, er verzichtete darauf und wurde einem Sklaven gleich: Er nahm menschliche Gestalt an und wurde wie jeder andere Mensch geboren. Er erniedrigte sich selbst und war Gott gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum schändlichen Tod am Kreuz. Philipper 2.6-8

 

Ein sicherer Ort

November 17, 2011 in News

Am 2. September 2011 starteten 41 Extremsportler zu einem 100 Kilometerlauf quer durch den australischen Busch. In einem abgelegenen Tal gerieten vier dieser Läufer, zwei Frauen und zwei Männer, in höchste Gefahr. Ein Buschfeuer schnitt ihnen plötzlich den Weg ab. Die Felswände in diesem Tal waren so steil, dass die Sportler nicht ausweichen konnten. Also versuchten sie vor dieser Feuerwand, die auf sie zu kam, davon zu laufen. Aber auch das half nicht. Das Feuer war schneller als sie fliehen konnten. Michael Hull, einer dieser Vier, hatte die rettende Idee: Der einzige sichere Ort ist dort, wo das Feuer schon war. Dort kann nichts mehr brennen. Also rannten die Vier mitten durchs Feuer bis an den Ort, wo es nicht mehr brannte. Dabei verletzten sie sich schwer. Die Schuhsohlen schmolzen ihnen an den Füssen – aber alle kamen mit dem Leben davon. Selbst die schwerstverletzte Turia Pitt, Businessfrau und Fotomodell, ist heute nicht mehr in kritischem Zustand.

Dieses extreme Erlebnis ist ein Bild für das was Jesus machte, als er am Kreuz für uns gestorben ist. In der Bibel ist beschrieben, wie Gott nicht zusehen kann, wenn wir Menschen uns gegenseitig immer wieder fertig machen. Das macht Gott zornig. Weil wir alle mehr oder weniger auf die miese Tour miteinander umgehen, sind wir alle in den Augen von Gott schuldig. Niemand kann aus eigener Kraft vor Gott bestehen – niemand kann Gottes Zorn ausweichen. Der biblische Prophet Nahum vergleicht Gottes Zorn mit einem Feuer, das alles verbrennt.

Aber auch hier gibt es einen sicheren Ort. Einen Ort, wo das Feuer schon war und es darum nicht mehr brennen kann. Dieser Ort ist bei Jesus am Kreuz. An diesem Ort hat sich der Zorn Gottes schon vollständig entladen. Darum kann ich jetzt zu Jesus kommen. Wenn ich sein Angebot von der Vergebung meiner Schuld annehme, bin ich am einzigen Ort, wo mir geholfen wird und ich Rettung erlebe. Es braucht Mut zu Jesus zu kommen, aber es ist die einzige Möglichkeit zur Rettung!

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Bild: Sybex.de

Kleiner Fehler, grosse Wirkung!

October 28, 2011 in News

Was kann ich tun, wenn ich merke, dass ich anderen Menschen gegenüber schuldig geworden bin?

Am sechsten September 2011 flog ein Flugzeug mit 117 Passagieren von Südjapan nach Tokio. Es war ein ruhiger Flug. Weil die Lage unter Kontrolle war und weil der Chefpilot auf die Toilette musste, übergab er den Steuerknüppel dem Kopiloten. Nach einigen Minuten wollte der Chefpilot zurück ins Cockpit. Aus Sicherheitsgründen konnte er aber nicht einfach hineingehen, sondern musste dem Kopiloten zuerst ein Zeichen geben. Der musste von innen einen Knopf drücken, um die Tür zu entriegeln.

Dummerweise verwechselte der Kopilot den Türöffner mit einem anderen Knopf: Mit einem, der die Steuerruder verstellt. Prompt neigte sich der Flieger zur Seite und ging in den Sturzflug über. Dabei drehte sich die Maschine beinahe um die eigene Achse. Zum Glück kam es nicht zum Absturz, dem Kopiloten gelang es offenbar noch knapp, das Flugzeug wieder auf Kurs zu bringen. Glücklicherweise forderte das gefährliche Manöver nicht mehr als zwei Leichtverletzte und einige gefüllte Kotztüten. Ein kleiner Fehler – erst noch gut gemeint – kostete bei einem Haar 117 Menschen das Leben!

Ich bin kein Pilot. Wenn ich einen Fehler mache, bringe ich meistens keine Menschenleben in Gefahr. Und doch kenne ich aus meinem Alltag ähnliche Situationen: Momente in denen ich andere Menschen wütend mache oder verletze. Sei es mit einem falschen Wort, einer Sache, die ich vergessen habe, oder mit einer Ungeschicklichkeit.

Was kann ich tun, wenn ich einem anderen Menschen gegenüber schuldig geworden bin? Die Antwort auf diese Frage gibt Jesus im Gebet “Unser Vater”. Dort sagt er: “Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern!” Weil wir alle Fehler machen – grosse und kleine – brauchen wir die gegenseitige Bereitschaft zur Vergebung. Jesus vergibt uns und er gibt und die Kraft, um Vergebung zu bitten und auch anderen zu vergeben. Beides haben wir nötig – auch heute.

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Hier gehts zum Video mit einer Simulation des Sturzfluges

Symbolbild: Sybex

Wie schlimm ist ein bisschen Sünde?

September 6, 2011 in News

Für mich klingt Extrem, was Jakobus in seinem Brief, den wir heute noch in der Bibel lesen können, geschrieben hat: “Denn wer das gesamte Gesetz befolgt, aber gegen ein einziges Gebot verstösst, hat gegen alle verstossen und ist vor dem ganzen Gesetz schuldig geworden.” (Jakobusbrief 2.10)

Ist das wirklich so? Auch wenn ich einen kleinen Fehltritt mache – eine Notlüge, oder eine Unehrlichkeit – ist das für Gott genau gleich schlimm, wie wenn ich ein Räuber und ein Mörder wäre?

Jakobus hat den Satz aufgeschrieben, weil er uns lehren wollte, was Barmherzigkeit heisst. Er wollte verhindern, dass wir stolz werden und verächtlich auf andere Menschen schauen, die noch mehr Fehler haben als wir. Darum sagt er, dass auch Menschen, die sich wenig zu schulden kommen lassen, genau gleich das Erbarmen von Gott nötig haben.

In Portland, einer Stadt in den USA, ist im Juni 2011 etwas passiert, das ein Beispiel für diesen Zusammenhang ist. Ein alkoholisierter 21-jähriger pinkelte in ein Trinkwasserreservoir. Dabei wurde er von einer Überwachungskamera gefilmt. Daraufhin liess David Shaff, der Verantwortliche beim Wasseramt in Portland, das ganze Reservoir leeren. 30 Millionen Liter Trinkwasser wurden wegen diesen wenigen Dezilitern Urin abgelassen. Das bisschen Pipi hätte niemandem geschadet. Aber ehrlich, wen hätte es nicht auch angeekelt von diesem Wasser trinken zu müssen. Es ist egal, wieviel Urin im Wasser ist, es reicht wenn das Wasser nicht mehr sauber ist.

Genauso ist es mit unserer Schuld vor Gott. Auch wenn es in meinem Leben vielleicht nur wenig davon gibt: Ich habe trotzdem das Erbarmen und die Vergebung von Jesus nötig – genau gleich wie alle anderen.